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Alexander GräbnerMit 10 Jahren, das war 1936, bekam ich eine Sida Minikamera, die damals 1,50 Reichsmark kostete. Am Preis von Brötchen und Kartoffeln hochgerechnet wären das heute ungefähr 15,00 €. Die Bilder waren schlecht, aber die Freude groß. Erst nach Krieg und Gefangenschaft boten sich bessere Möglichkeiten. Im Studium der Pädagogik wählte ich zum Hauptfach Physik die Fotografie als Nebenfach. Als Student musste ich ich mich mit einer preiswerten Agfa-Isolette bescheiden, aber vom ersten Lehrergehalt konnte ich die Anzahlung für ein Voigtländer-Prominent-System aufbringen. Mit wachsenden Ansprüchen und Gehältern wuchs über die Jahre eine hochwertige Ausrüstung mit Leica, Rollei, Linhof und Farblabor heran. Damit ließ sich auch die eine oder andere Urkunde erringen. Fototheorie und -Technik wurden mir im Studium vermittelt, aber fotografieren habe ich erst von erfahrenen Mitgliedern im Deutschen Verband für Fotografie (DVF) gelernt. Als sich die Digitalfotografie schließlich in der Qualität mit den Ergebnissen der analogen Kameras messen konnte, setzte ich mit 75 Jahren auf die neue Technik mit ihren vereinfachten und zugleich erweiterten Möglichkeiten. Heute arbeite ich mit einer Canon EOS 5D, einer Kamera, die dem Fotografen erlaubt, unabhängig von jeglicher Programmsteuerung, die Einstellungen selbst zu bestimmen. Als „Labor“ dienen ein Computer mit Adobe-Photoshop und ein Epson-DIN-A3-Drucker. Aber was immer die moderne Technik auch zu leisten vermag, sie bleibt ein Hilfsmittel, ein Werkzeug. Die Bilder gestaltet seit über 170 Jahren nach wie vor der Fotograf. Hier geht es zu meinen Fotos... |